KegelKönig

Kegelabend-Ideen: Spiele und Ablauf für einen Abend, der läuft

Zwei Stunden Bahn sind gebucht, acht Leute kommen, und irgendjemand fragt um Viertel nach acht: „Und was spielen wir jetzt?“ Genau da entscheidet sich, ob es ein guter Abend wird. Nicht am einzelnen Spiel, sondern an der Reihenfolge und daran, ob alle mitkommen.

Wir kegeln selbst jeden Donnerstag. Was hier steht, ist keine Liste aus dem Internet, sondern das, was sich bei uns über etliche Abende herausgestellt hat: Ein Abend braucht einen leichten Einstieg, eine Mitte, in der es zur Sache geht, und einen Schluss, den man sich merkt.

Der Spielstand eines laufenden Kegelspiels auf dem Beamer, mit Liveticker der letzten Würfe

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Warum die Reihenfolge wichtiger ist als die Spielauswahl

Am Anfang kommen die Leute nach und nach an, ziehen sich um, holen was zu trinken. Wer da ein Spiel startet, bei dem jeder von Anfang an dabei sein muss, wartet entweder ewig oder schließt die Nachzügler aus. Der Einstieg braucht deshalb ein Spiel, das sofort losgeht, das man in einer Minute erklärt hat und bei dem es nicht schlimm ist, wenn jemand erst in der zweiten Runde dazukommt.

In der Mitte des Abends sind alle warm, die Bahn läuft, und jetzt darf ein Spiel auch mal eine halbe Stunde dauern und Taktik verlangen. Das ist der Moment für die Spiele, bei denen man sich gegenseitig ärgern kann.

Zum Schluss zählt nur eins: Es muss ein Ergebnis geben, über das man auf dem Heimweg noch redet. Ein Spiel, das im Sande verläuft, weil keiner mehr weiß, wer wie viel hat, ist ein verschenkter Abend. Genau deshalb schreiben wir mit.

Zum Aufwärmen, wenn noch nicht alle da sind

Diese drei laufen los, sobald zwei Leute an der Bahn stehen, und verkraften Nachzügler ohne Neustart.

Wenn alle da sind und es zur Sache gehen darf

Jetzt lohnt sich ein Spiel mit Entscheidungen. Der Unterschied ist spürbar: Bei einem reinen Zählspiel wirft man und hofft. Bei den folgenden Spielen überlegt man vorher, und genau das erzeugt die Sprüche am Tisch. Plant hier ruhig eine halbe Stunde ein, das ist der Teil des Abends, an den sich hinterher alle erinnern.

Wenn ihr in Mannschaften spielen wollt

Sobald ihr über acht Leute seid, wird Einzelspiel zäh, weil zwischen den eigenen Würfen zu viel Zeit vergeht. Mannschaften lösen das: Man ist auch dann beteiligt, wenn gerade jemand anders wirft. Mischt die geübten Kegler bewusst auf die Mannschaften, sonst ist nach zwei Runden klar, wie es ausgeht.

Was den Abend zusammenhält

Der praktische Teil, über den selten jemand redet: Solange einer mit Stift und Bierdeckel mitschreibt, ist dieser eine Mensch mit dem Zählen beschäftigt statt mit dem Abend. Und am Ende gibt es Diskussionen, weil eine Zahl nicht stimmt.

Wir haben deshalb angefangen, den Spielstand auf einen Bildschirm zu legen. Einer tippt die Würfe ein, alle anderen sehen den Stand auf dem Fernseher oder Beamer an der Bahn, samt Liveticker der letzten Würfe. Das ändert mehr, als man denkt: Niemand fragt mehr nach dem Zwischenstand, und wenn sich jemand vertippt, wird der Wurf einfach korrigiert und der Rest rechnet sich neu.

Häufige Fragen zum Kegelabend

Wie viele Spiele passen in einen normalen Kegelabend?
Bei zwei Stunden Bahn sind drei bis vier Spiele realistisch: ein kurzes zum Aufwärmen, ein bis zwei längere in der Mitte und eins zum Abschluss. Mehr wird hektisch, weniger zieht sich.

Was funktioniert bei einer großen Gruppe ab zehn Leuten?
Alles, was in Mannschaften läuft. Bei Einzelspielen wartet man bei zwölf Leuten zu lange auf den eigenen Wurf. Tannenbaum ist dafür gemacht, und mehrere unserer Spiele lassen sich mit bis zu 16 oder 20 Leuten spielen.

Wir haben Anfänger dabei, die noch nie gekegelt haben. Was geht?
Spiele, bei denen die reine Kegelzahl zählt und man nichts entscheiden muss. Sarg oder Gerade oder Ungerade versteht jeder beim Zuschauen. Taktikspiele wie Hausnummern lieber später am Abend, wenn alle drin sind.

Muss man vorher wissen, welches Spiel man spielt?
Nein, und das ist sogar besser. Sucht das nächste Spiel danach aus, wie die Runde gerade drauf ist. Wenn die Stimmung kippt, hilft ein kurzes Spiel mehr als ein langes.

Lohnt sich Mitschreiben überhaupt für einen einzelnen Abend?
Für den Abend selbst spart es vor allem Streit. Interessant wird es über die Zeit: Nach ein paar Monaten sieht man, wer sich verbessert hat und wer bei welchem Spiel stark ist. Das ist der Punkt, an dem aus einzelnen Abenden eine Truppengeschichte wird.

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